Kontext
Reparaturaufträge melden die Nutzer selbst. Eine Anwendung dafür gab es nicht, also lief die Meldung über eine Excel-Datei: rund 200 Aufträge am Tag wurden dort eingetragen und anschließend von Hand ins SAP S/4 übertragen. Auch die Prüfung war Handarbeit, Zeile für Zeile.
Ansatz
Eine webbasierte Anwendung nimmt den Auftrag dort entgegen, wo er gemeldet wird. Die Prüfungen sind darin eingebaut: Ein Auftrag wird nur gespeichert, wenn alle Eingaben korrekt sind. Ist die Prüfung bestanden, geht der Auftrag automatisch ins S/4. Die Datei und das Abtippen entfallen.
Wie es gebaut ist
Das Frontend ist SAPUI5, das Backend läuft auf SAP RAP. Geprüft wird an beiden Stellen: im Frontend, damit der Nutzer den Fehler beim Eingeben sieht, und im Backend, damit dieselbe Regel unabhängig von der Oberfläche gilt. Die Übertragung ins S/4 übernimmt ein Funktionsbaustein, der nach bestandener Prüfung gerufen wird. Die Anwendung ist ins Intranet eingebunden, Berechtigungen regeln den Zugriff.
| Baustein | Technik | Entscheidung |
|---|---|---|
| Oberfläche | SAPUI5 | Ein Formular für die Meldung statt einer Excel-Datei |
| Backend | SAP RAP, ABAP | Prüft die Eingabe verbindlich und speichert nur den vollständigen Auftrag |
| Prüfung | Frontend und Backend | Rückmeldung beim Eingeben, verbindliche Regel beim Speichern |
| Übertragung | Funktionsbaustein ins SAP S/4HANA | Der geprüfte Auftrag läuft ohne Handgriff ins Zielsystem |
| Zugang | Intranet, Berechtigungen | Die Nutzer erreichen die Anwendung ohne Umweg |
Erkenntnisse
- Der Umweg war die Datei, nicht die Meldung. Aufwendig waren das Sammeln in Excel und das Abtippen ins S/4, nicht das Ausfüllen selbst.
- Prüfen beim Eingeben spart das Nachprüfen. Was die Anwendung gar nicht erst speichert, muss später niemand korrigieren.
- Die automatische Übertragung trägt den Prozess. Der Funktionsbaustein macht aus dem geprüften Auftrag einen Beleg im S/4, ohne zweite Erfassung.